Volkskrankheit Depression

Weltweit leiden mehrere Millionen Menschen an der Krankheit „Depression“. Ein großer Teil dieser Menschen weiß jedoch nicht, dass sie an dieser Erkrankung leidet. Depression, aus dem lateinischen Wort „deprimere“ abgeleitet, bedeutet wörtlich übersetzt „niederdrücken“.

Es gibt viele verschiedene Ursachen, die zur Depression führen. Auslöser sind sowohl biologische, als auch entwicklungs- und erlebnisgeschichtliche Faktoren. Biologische Faktoren sind z.B. Chronische Erkrankungen. Zu entwicklungstechnischen Faktoren zählen unter anderem Entstellung des Körpers durch zum Beispiel einen Autounfall. Ein Trauma, verursacht durch eine erlebte Geiselnahme oder Vergewaltigung, zählt zu den entwicklungstechnischen Faktoren. Doch die Hauptursache ist die Psychische Störung, die dann wiederum zu diesen einzelnen Faktoren führt.

Die Depression drückt sich auf verschiedene Art und Weise aus. Die Erkrankten ziehen sich erstmals aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Angstzustände, Minderwertigkeitsgefühle, Gefühllosigkeit, Schuldgefühle, Entscheidungsprobleme und sie haben stets negative Gedanken. Diese Symptome gehören zu den psychischen Symptomen. Zur Gruppe der physischen Symptome zählen Schlaf- und Essstörungen, körperliche Beschwerden wie Kopf-, Magen-, Rücken- oder/und Halsschmerzen und Erschöpfung.

Zur Behandlung dieser schwerer Erkrankung werden von der Pharmaindustrie und den Ärzten gerne erstmal Antidepressiva empfohlen. Antidepressiva hemmen die Symptome, die Ursache wird dadurch jedoch nicht behoben, sie wird nur unterdrückt. Das wissen aber nur die wenigsten der Erkrankten oder die, die sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Sobald der Betroffene sich besser fühlt und die Tabletten absetzt, ist ein Rückfall in naher Zukunft sehr wahrscheinlich. Was unternimmt der Erkrankte dann? Er geht zum Arzt und bekommt stärkere Medikamente, mit dem gleichen Effekt! Die einzigste wirkungsvolle Methode diese Erkrankung zu behandeln ist eine von einem Psychologen durchgeführte Therapiebegleitende Behandlung.

Aber auch Prominente Menschen leiden unter Depressionen, obwohl man meinen müsste, dass diese Menschen doch „alles“ haben was man zum Leben braucht. Aber ist das wirklich der Fall?

Sie stehen täglich in der Öffentlichkeit, ob es Schauspieler, Politiker, Sportler oder Musiker sind.

Einige prominente Beispiele sind Robbie Williams, Mariah Carey, der Ex-Fussballer Sebastian Deisler (Zurück ins Leben). Aber auch vor einigen Jahrhunderten war die Depression bereits weit verbreitet, man denke an die Komponisten Franz Schubert oder Richard Wagner, die Maler Vincent van Gogh und Pablo Picasso und auch die Schriftsteller Wilhelm Busch und Johann Wolfgang von Goethe.

Das in den Letzten Jahren in Deutschland bekannteste Opfer von Depressionen war Robert Enke.

Der Ex-Nationaltorhüter der deutschen Mannschaft berührte mit seinem Schicksal eine ganze Nation. Über Jahre hinweg litt Robert Enke an Depressionen, doch niemand in seinem Umfeld hat es je bemerkt. Er hat seine Gefühle in Gegenwart anderer Menschen unterdrückt und sich nie etwas anmerken lassen. Auch er wurde mit einer psychologischen Therapie behandelt. Doch selbst seinen Psychologen belog er, er wollte scheinbar nicht behandelt werden, er sah keinen Sinn mehr im Leben. Seiner Frau gegenüber hat er seine Gedanken mitgeteilt, jedoch konnte auch sie ihn nicht richtig erreichen und tat alles was in ihrer Macht stand um ihn zu unterstützen und aufzumuntern. Doch es gab seiner Ansicht nach keine Chance mehr für ihn nach dem Tod seiner Tochter, den er nie überwinden konnte und nach der Verletzung, die ihn seine Position als Stammtorwart im Nationalteam kostete. Über Robert Enke wurde nun durch den Journalisten Ronald Reng , der Enke von Beginn seiner Karriere begleitete, eine Biographie mit dem Namen „Ein allzu kurzes Leben“ veröffentlicht. Eine nach Expertenmeinungen überragende und bewegende Biographie über ein Schicksal das Millionen Menschen berührte, aber auch den Mut anderer Erkrankte weckte, sich ihrer Krankheit zu stellen und öffentlich darüber zu Sprechen.

Warst Du schon mal in einer Situation in der Du depressiv erkrankt bist, diese Symptome an dir festgestellt hast oder kennst du jemanden, der daran erkrankt ist?Wenn ja, wie hat derjenige sich verhalten und ist es dir aufgefallen? Natürlich sollte alles anonym bleiben und keine Namen oder sonstige persönliche Daten veröffentlicht werden.

Ich würde mich Freuen über Deine Erfahrungen mit diesem Thema, ob direkt oder indirekt, zu lesen.